Es bedarf neben dem künstlerischen Können zunehmend des
Wissens um die Vermarktung der Kunst, um den oft mühevollen
Balanceakt auf dem Kunstmarkt erfolgreich zu bestehen. Dieses an
Kunstschaffende im gesamten deutschsprachigen Raum adressierte
Handbuch führt praktisches Insiderwissen und
fachwissenschaftlich fundierte Erkenntnisse des Kunstmanagements
zusammen. Es eröffnet Möglichkeiten, durch gezielte Strategien
effektiver zu arbeiten und erfolgreicher zu agieren. Die
Galeristin und Dozentin Kathrein Weinhold liefert damit einen
Karriereleitfaden für Kunstschaffende sowie eine detaillierte
Anleitung zum erfolgreichen Selbstmanagement.
Das Handbuch führt in den aktuellen Kunstbetrieb mit seinen
wichtigsten Mechanismen und Spielregeln ein und stellt die
bestimmenden Akteure vor. Die Themen des Praxis-Teils sind u.a.:
Selbstdarstellung und Selbst-PR, Kult-Marketing und Branding,
Corporate-Identity-Management und Marketing-Management,
Networking, Selbstorganisation und schließlich Konzeption und
Umsetzung eines Business-Plans.
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Aus dem Inhalt
Vorwort (9)
Einleitung (11)
1. Beruf Künstler (15)
1.1 Eine Bestandsaufnahme (15)
1.2 Der Arbeitsmarkt der Künste (26)
Literatur und Service (29)
2. Das Geschäft mit der Kunst: Markttransparenz gewinnen (37)
2.1 Kunstbetrieb und Kunstmarkt: Eine Einführung (37)
2.2 Kunstmarktteilnehmer und ihr Marktverhalten (51)
2.2.1 Kunst und Gesellschaft: Eine soziologische Betrachtung des
Marktes und der Marktteilnehmer von Bettina Rech (54)
2.2.2 Die sozialsten Institutionen der Welt: Die Galerien (63)
2.2.3 "The place to be": Die Kunstmessen (80)
2.2.4 Emotion, Show, Kalkül oder Lifestyle? Käuferwelten (87)
2.2.4.1Kunst als Emotion & Passion – Der Kunstliebende
(91)
2.2.4.2 Kunst als Inszenierung und Provokation – Der Showmaker
à la Saatchi (93)
2.2.4.3 Kunst als Rendite – Der kühl Kalkulierende (98)
2.2.4.4 Kunst als Lifestyle und Anlage in Prestige – Der junge
Hippe (99)
2.2.4.5 "Corporate Art" und persönliche Leidenschaft
– Kunst im Unternehmen (101)
2.2.5 Pingpongspiele: Die Auktionshäuser (105)
2.2.6 "Good business is the best art": Die Künstler
(106)
2.3 Mechanismen: Der "alte" und der "neue"
Kunstmarkt (108)
2.4 Monopoly: Kunstmarkt und Börse (120)
2.5 Marktpreise: Preisbildung und Bewertung (125)
2.6 Gesellschaftswandel. Marktwandel. Tendenzen (135)
Literatur und Service(142)
3. Selbstmanagement im Geschäft mit der Kunst. Den eigenen Kurs
bestimmen (163)
3.1 Kult-Marketing und Selbstinszenierung (164)
3.2 Zeitgenössischer Meister der Selbstinszenierung:
Kult-Künstler Jonathan Meese (172)
3.3 Die Marke "Picasso" (182)
3.4 Identitätskatalysator, Imagedesigner, Markenmacher: Der
Corporate-Identity-Management-Prozess (189)
3.5 Der "klassische" Marketing-Management-Prozess
(206)
3.5.1 Mission Statement (208)
3.5.2 Der Ist-Zustand (210)
3.5.3 Marketingziele (214)
3.5.4 Strategieplanung (217)
3.5.5 Marketingpolitiken (221)
3.5.5.1 "Zusatznutzen verkaufen" – Die
Produktpolitik (221)
3.5.5.2 "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort" – Die
Distributionspolitik (223)
3.5.5.3 "Was nichts kostet, ist nichts wert" – Die
Preispolitik (224)
3.5.5.4 "Sprachrohr des Marketing" – Die
Kommunikationspolitik (227)
Literatur und Service (283)
4. Der Business-Plan fürs Künstler-Unternehmen. Mit einem
Fahrplan in die Zukunft (289)
4.1 Business-Plan – was, wie, warum? (289)
4.2 Modell "Künstler-Business-Plan" (291)
Literatur und Service (297)
5. Selbstorganisations-Know-how (299)
Starten und Durchstarten (299)
Literatur und Service (314)
Zu den Autorinnen (317)
Seminare und Künstlerberatung mit Kathrein Weinhold (318)
Rezensionen
Anne Katharina Knieß, Buchhändler heute 10-2004
"Das Handbuch wendet sich an Kunstschaffende im gesamten
deutschsprachigen Raum. Die Autorin, Kathrein Weinhold, zeigt
als Galeristin und Künstlerberaterin konstruktiv Möglichkeiten
auf, durch gezielte Strategien effektiver zu arbeiten und
erfolgreicher zu agieren. Kernaussage: Es reicht schon lange
nicht mehr, nur schöne Bilder zu malen. Ein Blick auf das
Umfeld (Sammler, Messen, Galerien) zeigt die manchmal allzu
menschlichen Erfolgsfaktoren auf. Systematisch bietet das
Handbuch einen Selbstmanagementleitfaden für
Kunstschaffende."
Veronika Schuster, Kulturmanagement Network Weimar,
Kulturmanagement Newsletter Mai 2005
"Der zeitgenössische Kunstschaffende, der seine Kunst
verkaufen möchte, sieht sich einem immens schnellen Wechsel
verschiedenster Begebenheiten gegenübergestellt. Nicht mehr
allein das Kunstwerk kann Mittelpunkt seines Interesses sein,
sondern auch die Widrigkeiten eines schnelllebigen Kunstmarktes
müssen von ihm genau beobachtet werden. Dennoch scheuen viele
Künstler davor zurück, sich selbst als Gegenstand des Marktes
und somit als Unternehmen zu begreifen und die damit
einhergehenden betriebswirtschaftlichen Aspekte als
Notwendigkeiten bzw. als Möglichkeiten zu erkennen.
Die Galeristin Kathrein Weinhold versucht in ihrem Buch
"Selbstmanagement im Kunstbetrieb" verschiedene
Perspektiven des Künstlers, seiner Situation und seiner Umwelt
zu beschreiben. Durch einen sehr ausführlichen Leitfaden für
Handlungsbedarf sollen bestehende Ängste und Hemmschwellen
gemindert werden.
In fünf Teilen beleuchtet das Buch zum einen die Gegebenheiten
des Kunstbetriebes, zum anderen praktische Möglichkeiten für
Kunstschaffende, sich als Unternehmen zu verstehen und zu
vermarkten.
Zu Beginn wird eine Charakterisierung der Künstlertypen,
sein Arbeits- und Absatzmarkt vorgenommen. Ziel ist es, das sehr
undurchsichtige Gebiet des Kunstbetriebs und des Kunstmarktes zu
"entdämonisieren" und greifbarer zu machen. Durch
kenntnisreiche Beschreibungen werden vielseitige Aspekte
beleuchtet: Ziel ist, eine Transparenz des Marktes mit seinen
Regeln, des Kunsthändlers und des Käufers, sowie dessen
Verhalten zu erreichen. In Berücksichtigung der gegebenen
Besonderheiten eines Kunstmarktes werden Bereiche wie z. B.
Preis, Marktperformance und -charakteristik,
betriebswirtschaftliche Faktoren, Psychologien analysiert.
Deutlich wird, dass sich Kunstschaffende in einer veränderten
Situation in Bezug auf den Markt und sich selber befinden. Der
Künstler wird über sein Schaffen hinaus immer mehr zu einem
Unternehmertyp, der sich mit betriebswirtschaftlichen Strukturen
auseinander setzen muss.
Neben der Beschreibung der Marktverhältnisse gibt das Buch
einen praxisnahen Leitfaden für ein sinnvolles
Selbstmanagement: Wege zu einem Selbstverständnis, den Sinn
einer Markenbildung, die dringende Notwendigkeit einer Corporate
Identity und eines Corporate Designs sowie einer guten
Kommunikationsstrategie etc. und schließlich die Abläufe eines
Marketing-Management-Prozesses. Das Buch zeigt das
Facettenreichtum des Selbstmanagements, gibt neue und wichtige
Anregungen für Künstler.
Die Vorgehensweise des Buches ist sehr praxisnah, was mit
Teil vier und fünf nochmals bestätigt wird: Es wird ein
Businessplan für Künstler entworfen, um sie ihrer Visionen und
Ziele bewusst zu machen und sich weitere Wege zu erschließen.
Die Vorlagen sind schlüssig gestaltet und geben vielseitige
Denkanstöße. Anschließend werden wichtige Gesichtspunkte des
Alltags zum sinnvollen Selbstmanagement wie Steuern,
Versicherungen, Finanzen, Förderungen und Vorgehensweisen
aufgelistet. Es werden Checklisten entworfen, die gesetzliche,
strukturelle Grundlagen berücksichtigen, die eine
künstlerische Existenz erleichtern und absichern können.
Das Buch ist bei allen Ausführungen auf absolute Praxisnähe
orientiert, weitgehend wird das künstlerische Schaffen in ein
betriebswirtschaftliches Muster eingeordnet. Die Angabe sind
leicht verständlich und die Kürze der Beschreibungen wird
durch einen umfangreichen Serviceteil, wie Literaturangaben und
Internetadressen kompensiert."
Klaus Heid, Inka Stadtmagazin Karlsruhe, Nr. 9/ 2005
"Künstler stehen nicht erst seit Hartz IV unter
wirtschaftlichem Druck. Seit Jahren weisen Statistiken aus, dass
nur deutlich unter zehn Prozent der bildenden Künstler von
ihrer Kunst leben können. Trotzdem wirkt dieser Befund wenig
abschreckend. Kunstakademien und Hochschulen füttern den Markt
mit immer neuen Absolventen, die auf das Leben als
selbstständige Unternehmer meist schlecht vorbereitet sind.
In diese Ausbildungs- und Wissenslücke stößt die Berliner
Galeristin Kathrein Weinhold mit ihrem Selbstmanagement-Handbuch
für Kunstschaffende. In fünf übersichtlich gestalteten und
gut lesbaren Kapiteln beschreibt sie Wissenswertes über das
Geschäft mit der Kunst und gibt Tipps für die strategische und
kaufmännische Seite eines Künstler-Unternehmens: Corporate
Identity, Business-Plan, steuerliche und soziale Fragen werden
ebenso kompetent behandelt wie die notwendige
Kommunikationspolitik mit Vermittlern, Presse und Publikum.
Eine Erfolgsgarantie ist mit dem Kauf des Ratgebers
natürlich nicht verbunden. Aber trotz des stolzen Preises:
Schaden kann es besonders dem Berufsanfänger nicht, über
grundlegende Marktmechanismen und mögliche Strategien Bescheid
zu wissen."